Potsdam ganz nah – Brandenburgs Landeshauptstadt 30 Jahre nach der Wende

Preußenschlösser und Plattenbauten, Wissenschaft und Welterbe, Kanalsprint und Kiezkultur: Potsdam ist vielfältig, und es hat sich in den 30 Jahren seit der Wende stark verändert. Wie macht sich der Wandel jeweils im Leben der Bewohner der acht Bezirke bemerkbar? Das beantwortet die MAZ im Datenjournalismus-Projekt „Potsdam ganz nah“.

Mehr über das Datenjournalismus-Projekt „Potsdam ganz nah“ 

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Entwicklung der Bevölkerung von Potsdam

Die Vorstädte im Norden – Berliner Vorstadt, Nauener Vorstadt und Jägervorstadt

Villen, Kasernen und bessere Mietshäuser prägen das Potsdamer Stadtbild in der Berliner Vorstadt, Nauener Vorstadt und Jägervorstadt. Hier gibt es Exklusivität inmitten von Wasser und Grün – aber auch kaum noch alte Potsdamer unter den Bewohnern.

Damals und Heute

So haben sich die Vorstädte in Potsdams Norden verändert

Berliner, Nauener und Jägervorstadt: Sie gehören zu den exklusiven Ecken Potsdams, etliche Prominente und Wohlhabende leben hier. Viele von ihnen sind nach der Wende in die Vorstädte gekommen – und haben die Stadtteile für immer verändert.

„Nach dem Mauerfall standen die Investoren auf der Matte“

Peter von Feldmann war in den 90ern Stadtrat für Stadtentwicklung in Potsdam. Im Interview spricht er über den Wandel von Schandflecken zu Prachtbauten, das Ende der DDR-Architektur und den Skandal um die erste „Gated Community“ Deutschlands.

Frühschwimmen und Kultur: Ein Tag in den Vorstädten

Potsdam ist wohl die einzige Stadt in Deutschland, in der man morgens auf der Straße Menschen im Bademantel auf dem Weg zum See trifft und später in einem Discounter einkauft, der einen eigenen Bootsanleger hat. In den Vorstädten im Norden ist das Alltag.

Verlorene Heimat

Umfrage bei den MAZ-Lesern: Wie lebt es sich in Potsdam?

Potsdam wächst stetig, Zuzug aus dem gesamten Bundesgebiet, immer neue Wohngebiete entstehen und die Mieten steigen. Potsdam ist beliebt. Was macht das Leben in Potsdam so lebenswert? Wie sehen Sie das? Leben Sie gern in Potsdam?

Berliner Vorstadt: Von 250 DDR-Mark zu 2500 Euro Monatsmiete

Der Bevölkerungswandel in der Berliner Vorstadt war enorm nach der Wende. Straßenweise wurden alte Mietshäuser freigezogen, saniert und neu vermietet. Kaum ein Bewohner kehrte zurück – es war einfach zu teuer. Unser Redakteur hat es selbst erlebt.

„Wir haben mit Potsdam abgeschlossen“

Jahrzehntelang lebte das Ehepaar Margret und Stoyan Jonov in einer 170-Quadratmeter-Villa in der Mitte der Stadt. Als die Sanierer kamen und die Mieten stiegen, mussten sie aufs Land ziehen – und sind inzwischen froh darüber.

Bevölkerungsgruppen, PKW-Anteil und Wohnfläche


Zu- und Wegzüge in den Stadtteilen seit 1994


Neue Heimat

Wie Kai Diekmann seine Potsdamer Villa eroberte

Seit 2008 wohnt Deutschlands bekanntester Journalist, der Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, am Ufer des Jungfernsees. Ein Tipp des Springer-Vorstandschefs Mathias Döpfner verhalf ihm zu dem Anwesen in Premiumlage. Das einzige Problem: Sein Haus war besetzt.

Woher die Menschen kamen und wohin sie gingen

Sind die meisten Menschen wirklich aus dem Westen in die Berliner Vorstadt gezogen? Welche der drei Vorstädte ist am stärksten gewachsen? Und in welchen Teil des Landes sind die meisten Potsdamer von hier aus abgewandert? Wir haben die Daten für die Stadtteile seit 1994 ausgewertet.

Quiz: Wie gut kennen Sie die Vorstädte im Norden?

Was glauben Sie: Wie hat sich die Wohnfläche pro Einwohner seit dem Jahr 1994 in der Berliner Vorstadt verändert? Wie viele Autos gibt es in der Nauener Vorstadt pro Einwohner? Und wo wohnen die meisten Rentner? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.

Dageblieben

In der Berliner Vorstadt: „Es ist kein Flair mehr da“

Der Maler Alfred Schmidt ist vom Heiligen See zum Tiefen See gezogen. Inzwischen ist er einer der letzten Potsdamer, die hier leben – und wohnt in einer „Prachtstraße“, in der ihn nicht einmal die Nachbarn von nebenan grüßen, wenn man sich begegnet. 

Hier haben sich Potsdams Vorstädte verändert

Die Berliner, die Nauener und die Jägervorstadt in Potsdam haben sich nach der Wende rasant gewandelt, einige Gebäude und Gegenden sind heute kaum noch wiederzuerkennen.  Unsere Fotostrecke zeigt,  welche Orte davon besonders betroffen sind.

Im Grenzgebiet: „Ich bin hier der Letzte meiner Art“

Bodo Riek ist im Grenzgebiet an der Glienicker Brücke aufgewachsen – wer ihn besuchen wollte, musste einen Passierschein haben. Nach dem Mauerfall hat er ein Generationenhaus gebaut – und ist heute der einzige, der schon zu DDR-Zeiten dort gelebt hat.

Woher sind die neuen Potsdamer gekommen?



Wohin sind die alten Potsdamer gezogen?



Sehnsuchtsort

Villa Kampffmeyer: „Wenn ich zurückkehre, geht es mir gut“

Ein Mühlen-Mogul, KGB und Stasi, ein arabischer Militärattaché: Sie alle haben in der Villa Kampffmeyer, dem Prachtbau am Glienicker Horn, residiert. Eva-Maria Dähne aber hat sich dort zu Hause gefühlt. Die 76-Jährige wohnt heute in einem Plattenbau – und besucht gerne „ihr“ altes Haus. 

Der Hohenzollern-Erbe, dem nur ein Mehrfamilienhaus blieb

Bogislav von Wentzel war der Ur-Ur-Ur-Enkel von Prinz August von Preußen, Erbe einer Villa im Reiterweg – und  ein fairer, bescheidener Potsdamer Vermieter. Dabei hatte er mal dieselben Pläne wie Hasso Plattner. Vor seinem Tod hat er der MAZ seine bewegte Geschichte erzählt.

Neu gewachsen

Zu Hause am Jungfernsee: Ein Traum ist wahr geworden

Kirsten und Rolf Wissner haben sich am Jungfernsee einen Traum erfüllt und zugleich an einem Stück Potsdam mitgebaut: Sie haben am Rande des aufstrebenden Wohngebiets rund um den SAP-Campus einen Flecken Land urbar gemacht. Oder wie sie sagen: eine Lebensaufgabe angenommen.

Zeitreise in die Schiffbauergasse: So geht’s

„Augmented Reality“ nennt man die Technologie, sich eine andere Welt dorthin zu holen, wo man gerade steht. In unserem Projekt „Potsdam ganz nah“ können Sie es mit bekannten Orten aus der Stadt ausprobieren und mehr über ihre Geschichte erfahren.

Das sagt der Chef des Hotels auf dem Winzerberg über Potsdam

Mitte der Neunziger kam der Holländer Antonius Aaldering nach Potsdam, um das Hotel am Luisenplatz aufzubauen. Als ihm das Haus zu groß wurde, gründete er das Boutique-Hotel Villa Monte Vino auf dem Winzerberg. Weshalb er der Stadt treu bleibt, verrät er im MAZ-Interview.

So haben sich die Mieten in den letzten fünf Jahren entwickelt



So haben die Potsdamer bei den letzten Bundestagswahlen abgestimmt


Wie geht es weiter?

Kapitel 2: Der Südwesten (Schlaatz, Waldstadt I&II, Templiner und Teltower Vorstadt, Industriegelände, Forst Potsdam Süd) – Start am 5. Oktober
Kapitel 3:  Der Nordwesten (Bornim, Nedlitz, Bornstedt, Sacrow, Eiche, Grube, Golm)
Kapitel 4:  Das Zentrum (Nördliche und Südliche Innenstadt)
Kapitel 5: Der Südosten (Stern, Drewitz, Kirchsteigfeld)
Kapitel 6: Der Norden (Uetz-Paaren, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Neu Fahrland, Groß Glienicke)
Kapitel 7: Der Westen (Brandenburger Vorstadt, Potsdam West, Wildpark)
Kapitel 8: Der Osten (Babelsberg Nord und Süd, Klein Glienicke)